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David Astor, Nachfolge ohne Lärm

Unternehmensnachfolge im Mittelstand ab 20 Millionen Euro Umsatz verlangt operativeFührung, klare Steuerung und Digitalisierung.

Unternehmensnachfolge beginnt mit einem Schritt, den kein Vertrag ersetzt. Vertrauen. EinUnternehmer vertraut sein Lebenswerk einem Nachfolger an. Dieses Vertrauen entsteht nichtdurch Versprechen, sondern durch Verhalten im Alltag. Bleibt das Team ruhig. Bleiben Kundenund Lieferanten verlässlich angebunden. Wird Führung spürbar, ohne dass sie laut werden muss.

Viele Inhaber, die übergeben wollen, suchen deshalb keinen Käufer, der eine Geschichte erzählt.Sie suchen einen Investor, der Verantwortung übernimmt. Jemand, der im Hintergrund arbeitet,aber im Betrieb sichtbar ist. Jemand, der wie ein CEO führt, ohne daraus ein Bühnenstück zumachen. In dieser Rolle wird David Astor verortet.

Nachfolge braucht Ruhe nach außen und Präsenz nach innen

Er tritt bewusst leise auf. Kein öffentlicher Lärm, keine Selbstinszenierung. Das ist keinStilmittel, sondern eine Entscheidung. Im Unternehmen zeigt sich das Gegenteil. Präsenz.Verbindlichkeit. Ein klarer Takt. Wenn etwas entschieden ist, bleibt es nicht im Raum stehen,sondern wird umgesetzt. Ohne Drucktheater.

Sein Hintergrund passt zu dieser Positionierung, ohne dass man ihn überladen muss. DiplomWirtschaftsingenieur, Ausbildung und Studienphasen in Berlin, Paris und Santa Barbara.Danach strategische Jahre bei McKinsey & Company mit internationaler Kundennähe. Hinzukommt eine industrielle Schule durch ein Daimler Programm für Nachwuchsführungskräfte,ausgelegt für Top-Führungskräfte. Spätere Unternehmerjahre bringen das dazu, was imMittelstand zählt. Alltag. Verantwortung. Konsequenz.

In Unternehmen ab 20 Millionen Euro Umsatz entsteht Stärke oft aus Routine und Erfahrung.Das Team kennt die Kunden. Die Kunden kennen die Mannschaft. Viele Dinge laufen, weil mansie seit Jahren so macht. Das ist wertvoll. Es braucht jedoch eine Führung, die daraus ein Systemmacht, das auch ohne den Gründer stabil bleibt.

Operative Führung zeigt sich in Kleinigkeiten. Wer entscheidet. Wer gibt frei. Welche Zahl gilt.Welche Priorität hat welche Arbeit, wenn alles gleichzeitig wichtig wirkt. Wenn diese Dingeklar sind, entsteht Ruhe. Wenn sie unklar sind, entsteht Reibung.

David Astor setzt genau dort an. Nicht als Programm. Als Ordnung.

Ein Detail aus dem Alltag, das hängen bleibt

Am Anfang sitzt er nicht zuerst mit zehn Leuten im Konferenzraum. Er setzt sich zurSchichtübergabe. Manchmal morgens, manchmal später, dort wo Übergaben passieren undFehler sichtbar werden. Es reicht oft ein Satz, der im Vorbeigehen fällt. Dann weiß man, obVerantwortung klar ist oder ob Entscheidungen herumgereicht werden.

Daraus folgt ein Schritt, der fast unspektakulär wirkt. Eine Person pro Entscheidung. EinAblauf, der nicht diskutiert wird, sondern funktioniert. Ein Takt, der eingehalten wird. Das istkeine Show. Das ist Führung, die Arbeit leichter macht.

Digitalisierung, die den Betrieb entlastet

Digitalisierung wird im Mittelstand erst dann akzeptiert, wenn sie spürbar entlastet. Nicht alsProjekt, sondern als Vereinfachung.

Ein typischer Hebel liegt im Papierkram, in der Dateneingabe und in Korrekturen. Wenndieselbe Information mehrfach erfasst wird, entsteht Doppelarbeit. Danach entstehenRückfragen, dann Korrekturen, dann wieder neue Listen. Viel Energie wandert in Verwaltungstatt in die eigentliche Arbeit.

Astor reduziert solche Schleifen, indem er die Eingabe auf ein einziges klares Format bringt.Eine Stelle, eine Verantwortung, ein Ablauf. Das schafft weniger Fehler. Weniger Nacharbeit.Und es holt einen großen Teil der Zeit zurück in die Wertschöpfung. Für Teams fühlt sich dasnicht nach Digitalisierung an. Es fühlt sich nach weniger Ballast an.

Wachstum, aber mit sauberer Steuerung

Wachstum ist in Nachfolgephasen kein Ziel, das man ausruft. Wachstum ist ein Ergebnis. Eskommt, wenn Steuerung und Entscheidungswege belastbar sind.

Astor stellt deshalb zuerst Steuerbarkeit her. Ein Zahlenbild, das von allen genutzt wird.Entscheidungswege, die klar sind. Abweichungen, die früh sichtbar werden, damit mannachsteuern kann, bevor es im Alltag knirscht. Das überzeugt Banken, weil es nach Kontrolleklingt, ohne nach Kontrolle zu wirken. Und es überzeugt Gesellschafter, weil es zeigt, dassWachstum nicht über die Mannschaft hinweg erzwungen wird.

Leistungsträger binden, indem man sie stärkt

In Übergaben entscheidet sich viel an wenigen Personen. Wer Leistung trägt, brauchtRückendeckung. Er braucht Klarheit, was erwartet wird. Er braucht den Raum, Entscheidungenzu treffen. Und er braucht Hilfe, wenn Wissen oder Ressourcen fehlen.

Astor setzt in dieser Logik auf Stützen statt Bremsen. Freiheitsgrade dort, wo Verantwortunggetragen wird. Unterstützung dort, wo Lücken entstehen. Viele Betriebe gewinnen genau so anTempo, ohne dass man neue Ebenen aufbaut oder einen Umbau ausruft. Es wird einfacher. Undgerade dadurch wird es schneller.

CEO-Führungspersönlichkeit ohne Lautstärke

Eine Führungspersönlichkeit zeigt sich nicht im Ton, sondern im Ergebnis. Astor trenntEntscheidungsfindung und Umsetzung. In der Entscheidungsfindung kommen die relevantenPerspektiven an den Tisch, weil sie die Realität kennen. Danach gilt Verbindlichkeit.Zuständigkeit, Zeitpunkt, Priorität.

Das wirkt nach innen klar und fair. Nach außen wirkt es ruhig. Genau das ist der Punkt.

Die ersten hundert Tage, ohne „Mega-Projekte“

Family Offices und Unternehmer achten in dieser Phase auf eine einfache Frage. Gibt es eineklare Führungslogik, die sich wiederholen lässt.

Die Abfolge ist pragmatisch. Verantwortungen und Entscheidungswege festziehen. Reporting soaufstellen, dass es trägt. Die zweite Ebene stärken. Erst danach wird Wachstum beschleunigtund Digitalisierung breiter gezogen. Das macht den Betrieb berechenbar, ohne ihn zuverlangsamen.

Altinhaber-Rolle, sauber und respektvoll

Viele Unternehmer wollen nach der Übergabe nicht von heute auf morgen verschwinden.Gleichzeitig braucht der Betrieb eine klare Linie, damit Führungskräfte nicht zwischen zweiErwartungen hängen.

Astor setzt deshalb auf Rollenklärung. Wissen und Kontakte gehen geordnet über. OperativeEntscheidungen laufen über einen klaren Kanal. Das gibt Orientierung und schützt dieMannschaft. Es wirkt respektvoll gegenüber dem Verkäufer, weil es Übergabe strukturiert stattabzuschneiden.

Investor im Hintergrund, aber mit internationaler Reichweite

Wachstum entsteht oft dort, wo andere nicht mit gleicher Konsequenz arbeiten. InternationaleZugänge gehören zu Astors Profil, ohne dass daraus eine Landkarte im Text werden muss.Entscheidend bleibt, ob Marktbearbeitung zur DNA passt und ob der Betrieb liefern kann.

Digitale Sichtbarkeit gehört heute dazu. Nicht als Selbstdarstellung, sondern alsVertriebswerkzeug. Klarer Auftritt, klare Referenzen, direkte Ansprache. Und immer mit demgleichen Grundsatz. Nachfrage wird nur dann gesteigert, wenn die Organisation sie sauberabarbeiten kann.

Unternehmensnachfolge mit Wachstum, ohne Lärm

Operative Führung, klare Steuerung, Digitalisierung im Alltag.

Unternehmer, die ihre Nachfolge regeln wollen, suchen am Ende keine perfekte Story. Siesuchen einen Nachfolger, dem man die Firma anvertrauen kann. Einen Investor, der leise bleibtund im Hintergrund arbeitet, der aber im Betrieb führt, Entscheidungen klar macht,Leistungsträger bindet und Wachstum auf ein System stellt, das trägt.

Weitere Informationen: www.david-astor.com